Von der Ausrichtung zur Vernichtung. MontanaBlack hat sein traditionelles Weihnachts-Event erfolgreich gestreamt und dann durch eigene Kommentare schwer beschädigt.
Immerhin: Er hat an den Feiertagen wieder einmal getan, was er am besten kann. Provozieren, polarisieren und ein großes Publikum an den Bildschirm ziehen.
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Sein diesjähriges „XMAS-Event“ war ein aufwändig produziertes Live-Spektakel mit Schneehügeln, Eisbad-Challenges, Gladiatoren-Arena und XXL-Wichteln.
Oder sollte man sagen: „Es-ist-zum-Kotzen-Wichteln“?
Doch während die Zahlen (teils über 300.000 Zuschauer gleichzeitig) und die Show-Effekte beeindrucken, dominieren nachträglich Kritik und Eklats die Reaktionen.
Laut Medienberichten und Streams lud Monte Hunderte Gäste ein: bekannte Creatoren wie Zarbex, Elotrix, Trymacs sowie Prominente aus der Musik- und Rap-Szene (u. a. Kollegah, RAF Camora) und Unterhaltungspersönlichkeiten wie Pietro Lombardi sollen vor Ort gewesen sein.
Die Location: eine angemietete Skihalle. So viel Protz muss sein, es war ja keine Veranstaltung für arme Leute..

Monte machte im Stream eine ziemlich klare Ansage zur Größenordnung.
„Eine halbe Million haben wir bezahlt, oder sind die Kosten, die wir hatten. Das ist natürlich ein Haufen Geld“, sagte er öffentlich.
Ein guter Teil des Geldes wurde allerdings von Sponsoren und Partnern „abgefedert“, sodass er angeblich am Ende „bei null“ herauskomme.
Dass er mit solchen Summen kokettiert, gehört zu seinem Markenzeichen — trotzdem wirft öffentliche Geld- und Marktpräsenz Fragen nach Verantwortung auf.
Der größte mediale Aufreger nach dem Event war nicht das Buffet oder die Eisbad-Challenge, sondern Monte selbst: in einem Stream-Ausschnitt schimpfte er massiv über „schlechte“ Wichtelgeschenke. Wortwörtlich sagte er (Zensur im Original):
„Ich musste mich wirklich zusammenreißen, da jetzt nicht crashout zu gehen, aber da waren wirklich welche dabei, wo ich mich gefragt habe, warum zum fck gibst du diese Sch**e hier ab. Es ist zum Kotzen.“
Diese Bemerkungen wirkten auf viele Zuschauer respektlos.
Geschenke, die andere mit Aufwand oder Herz basteln, als „Schrott“ oder „zum Kotzen“ zu bezeichnen, löste berechtigte Empörung aus.
Zahlreiche Kommentare in den Netzwerken verurteilten das Verhalten als abgehoben und unsensibel.
Die Social-Media-Resonanz fiel schnell und deutlich aus: auf Reddit kritisierten Nutzerinnen und Nutzer vor allem zwei Dinge — den sorglosen Umgang mit Glücksspiel (s. unten) und die öffentliche Herabwürdigung von Fans und Kolleg*innen.
Kommentare wie „Respektlos, sich so über Geschenke zu beschweren“ oder „Langsam merkt man leider, wie Geld deinen Charakter verdirbt“ kursierten in den Promiflash-Kommentaren und in verschiedenen Reddit-Threads.
In Subreddits wie r/Laesterschwestern wurde Montes Glücksspiel-Streams mehrfach thematisiert — viele Nutzer sehen hier eine problematische Vorbildfunktion.
Auf Instagram verbreiteten sich Clips des Rants schnell (Reels mit Hunderttausenden Views), dazu kamen empörte Reaktionen und Memes — die Debatte lebt also weiter

In mehreren Medien kursierte die Schlagzeile, Monte habe seinen Lamborghini Huracan bei einem Casino-Roulette-Einsatz verloren.
Ein Bericht zitiert ihn mit den Worten, er habe in einem schlechten Abend „den Lambo eingesetzt“: „Ich hab Rot genommen, Schwarz ist gekommen und dann hab ich meinen Lambo verloren.“
So schildert es ein ausführlicher Bericht — die Formulierungen lassen jedenfalls wenig Spielraum für Zweifel.
Gleichzeitig gibt es Gegenberichte: andere Quellen und Clips deuten darauf hin, dass der Wagen zur Inspektion sei und Monte die Roulette-Aussage ironisch oder missverständlich gemacht habe.
Später erklärte er, der Lambo sei in der Werkstatt und für Dreharbeiten eingeplant. Nun ja: die Story ist viral — ob sie vollständig so passiert ist, wie manche Clips es vermitteln? Wahrscheinlich nicht. Gibt aber schön Klicks.
MontanaBlack kündigte an, er sei „mit der Polizei Hannover in Kontakt“ und plane gemeinsame Aktionen.
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Die Polizei bestätigte laut T-Online, dass das „Twitch-Team der Polizeidirektion Hannover“ im Austausch mit dem Streamer stehe — konkrete Projekte nannte man nicht.
Ein derartiger Dialog ist prinzipiell plausibel: Behörden suchen zunehmend Wege, junge Zielgruppen über digitale Formate zu erreichen.
Gleichzeitig sind rechtliche, inhaltliche und PR-Risiken zu bedenken — eine „Kooperation“ muss formal abgesichert werden.
Es braucht klare Zielsetzungen und eine behördliche Abwägung, bevor das Staatsorgan mit einem polarisierenden Influencer gemeinsame Aktionen durchführt.
Aktuell ist Kontakt bestätigt — ob daraus ein seriöses, längerfristiges Kooperationsprojekt wird, bleibt offen, aber nicht ausgeschlossen.
Bedenkt man MontanaBLacks Verkehrseskapaden in der Vergangenheit, klingt die Idee allerdings geradezu aberwitzig.
Schauen wir uns mal beide Seiten an – positive wie negative – und überlegen, ob jemand wie MontanaBlack ein Vorbild sein kann.
Kurz: Authentizität allein macht noch kein positives Vorbild. Einfluss heißt Verantwortung — besonders wenn Glücksspiel, riskantes Auto-Fahren oder das öffentlichkeitswirksame Herabwürdigen anderer zur Show werden.
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MontanaBlacks Weihnachts-Show war technisch aufwendig, medienwirksam und für viele Zuschauer ein Spektakel.
Streaming-Prominenz hat zwei Seiten. Glamour und Reichweite stehen neben Debatten über Verantwortung, Wirkung auf jüngere Zielgruppen und die Grenze zwischen Entertainment und schädlichem Vorbildverhalten.
Monte selbst liefert Stoff für beide Lager: großzügige Events und offene Selbstdarstellung auf der einen, problematische Aussagen und riskante Aktionen auf der anderen.
Die Community-Debatten der letzten Tage zeigen: Die Faszination für solche Figuren bleibt groß — gleichzeitig wächst auch die Erwartung, dass große Reichweite ernstgenommen und verantwortungsbewusst eingesetzt wird.
Beides ist von MontanaBlack nicht zu erwarten.
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