Full Betrug Jacket

Wer kennt das nicht: Man verliert sein Geld im Casino, erwischt die falsche Jacke an der Garderobe, findet einen Autoschlüssel und checkt erstmal das Auto ab, anstatt den Irrtum aufzuklären.

Genau so lief es laut Bericht in Bregenz: Ein 27-jähriger Deutscher will an der Garderobe versehentlich eine falsche Jacke genommen haben.

Draußen habe er dann einen Autoschlüssel in der Tasche entdeckt, sei aus „Neugier“ zu dem Wagen gegangen, der auf die Fernbedienung reagierte, und habe sich später noch an einem Schweizer Stammgast der Bregenzer Spielbank bedient.


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Neugier schlägt Moral – wieder mal ein Klassiker

Und jetzt mal ehrlich: Wenn du schon bei der Geschichte bei „aus Versehen“ anfängst, wird es meistens nicht besser.

Laut dem Bericht sei der Mann dem Auto des Schweizers gefolgt, nachdem er die Fernbedienung gedrückt hatte.

Sein eigenes Eingeständnis klingt dabei fast wie eine Anleitung für schlechtes Verhalten mit Schleife: Vielleicht habe er nachsehen wollen, ob man etwas mitnehmen könne, „es war aber nichts drin“. Tja. Bloß dumm, dass es eben doch etwas zu holen gab.

Die Damenjacke als Bonus-Plot-Twist

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Passt.

Damit nicht genug: Warum der Angeklagte auch noch eine Damenjacke mitgehen liess, konnte er laut Bericht ebenfalls nicht plausibel erklären.

Der Bericht nennt außerdem Schulden von rund 20.000 Euro, Ausbildung, Unterstützung durch den Bruder und eine Vorstrafe. Also exakt das Lebensbild, das man sich vorstellt, wenn jemand seine spontanen Einfälle für besonders clever hält.

Das Gericht hatte wenig Lust auf seine Version

Der Schweizer Geschädigte sagte aus, er habe in jener Nacht bereits 50.000 Euro verspielt und halte sein Bargeld in mehreren Verstecken im Auto.

Es fehlten ihm später 10.000 Franken, 20.000 Euro und 800 Franken aus seiner Jacke. Das Gericht glaubte dem Schweizer, nicht dem Deutschen.

Das Urteil: sechs Monate auf Bewährung, 960 Euro Geldstrafe und 30’800 Euro Schadenersatz; rechtskräftig ist es noch nicht.

Keine Moral in der Geschicht‘

Wenn du also das nächste Mal denkst, eine falsche Jacke sei nur ein kleiner Irrtum, denk an diesen Fall: Aus „versehentlich“ wird ganz schnell „vor Gericht“.

Und aus „Neugier“ wird eben nicht Abenteuerlust, sondern eine ziemlich peinliche Erklärung mit kleinem Kriminalbeigeschmack.

Der deutsche Täter hat sich damit jedenfalls nicht als Meisterdieb inszeniert, sondern eher als wandelnder Warnhinweis für schlechte Entscheidungen.

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