VfB Stuttgart und Winamax legen Rechtsstreit bei

Der vor dem Landgericht Stuttgart geführte Streit zwischen dem VfB Stuttgart und Winamax ist beendet.

Beide Seiten haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Nach VfB-Angaben wurde bereits der weit überwiegende Teil der eingeklagten Summe gezahlt.

Außerdem verpflichteten sich Verein und Ex-Partner, sich künftig nicht öffentlich über den jeweils anderen zu äußern.


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Wie es zum Konflikt kam

Die Auseinandersetzung hatte sich über Monate entwickelt: Schon im August 2024 kündigte der VfB an, den ursprünglich bis 2026 laufenden Vertrag mit Winamax dank einer Ausstiegsoption vorzeitig zu beenden.

Im Juni 2025 folgte dann die Klage, nachdem Winamax im Frühjahr 2025 die Zahlungen aus dem Sponsoringvertrag eingestellt hatte. Zum 30. Juni 2025 endete das Vertragsverhältnis regulär.

Von Winamax zur LBBW

Winamax war seit 2023 Haupt- und Trikotsponsor des VfB Stuttgart. Bereits vor dem DFB-Pokalfinale 2025 sprang die LBBW kurzfristig auf dem Finaltrikot ein; ab der Saison 2025/26 wurde die Bank dann offiziell Hauptsponsor der Profimannschaft.

Damit zog der VfB früh die sportliche und wirtschaftliche Konsequenz aus dem Bruch mit dem Wettanbieter.

Welche Glücksspiel- und Wettverträge der VfB schon hatte

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Der VfB Stuttgart hatte über die Jahre mehrere Partnerschaften mit Anbietern aus der Wett- und iGaming-Branche.

Zu den dokumentierten Deals zählen Betano, das seit Sommer 2018 Premium-Partner war, Betway, das 2020 als Wettpartner einstieg und 2021 bis 2024 verlängerte.

Tiptorro ist Team-Partner seit 2020, Jokerstar als Club-Partner mit virtuellen Automatenspielen seit 2023, Winamax als Hauptsponsor ab 2023 sowie bet365 als Team-Partner für die Saison 2025/26.

Besonders Jokerstar steht dabei für den Slots-Bereich, während die anderen Namen vor allem Sportwetten und breitere Online-Glücksspielangebote abdeckten.

Glücksspielpartner in der 1. und 2. Bundesliga

Der VfB steht mit solchen Kooperationen nicht allein da: Laut Deutschlandfunk hatten im März 2024 17 von 18 Bundesligisten einen Glücksspielpartner, und mehr als die Hälfte aller 36 Erst- und Zweitligisten zusammen verfügte über entsprechende Sponsoren.

Beispiele aus der 1. Bundesliga sind Werder Bremen mit NEO.bet und Bayer Leverkusen mit Tipwin; auf Ligaebene bleibt Tipico zudem offizieller Partner von Bundesliga und 2. Bundesliga bis einschließlich der Saison 2028/29.

Borussia Dortmund hat erst vor Kurzem seinen Vertrag mit Stargames verlängert, Schalke 04 arbeitet schon länger mit Merkur zusammen. Und erst vor wenigen Tagen wurde Betano zum offiziellen Unterstützer der FIFA Fußball WM.

Auch in der 2. Bundesliga sind solche Verbindungen verbreitet; bwin verwies etwa auf Bezüge zu FC St. Pauli und Dynamo Dresden.

Der Vergleich beendet damit einen Sponsoring-Konflikt, der den VfB Stuttgart zuletzt sportlich wie kommunikativ belastet hatte. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie eng Fußballklubs in Deutschland trotz wachsender Kritik weiterhin mit der Glücksspielbranche verflochten sind.

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