Casino-Betrug in Lugano: Georgischer Verdächtiger in Haft

Ein 39-jähriger georgischer Staatsbürger ist am 19. August 2025 wegen Casino-Betrugs in Lugano in Haft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei von Ticino werfen ihm vor, Mitglied einer georgischen Bande zu sein.

Die Bande soll Ende November 2024 in der Spielbank von Lugano eine Roulette-Manipulation verübt haben. Die Ermittlungen in einem grenzüberschreitenden Verfahren laufen weiterhin.


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Haftbefehl und Auslieferung

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Ticino und die Kantonspolizei informieren, dass gegen den 39-Jährigen ein internationaler Haftbefehl der Magistratur von Lugano bestand.

Nach einer in Frankreich verbüßten Strafe lieferte das Land ihn in die Schweiz aus. Dort befindet er sich seit dem 19. August 2025 in Untersuchungshaft. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einer komplexen Untersuchung zu einer Casino-Truffa (Betrugsstraftat) in der Nacht vom 29. auf den 30. November 2024 im Casinò Lugano.

So funktionierte der Casino-Betrug in Lugano

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Nach den bisherigen Ermittlungen und Gerichtsakten hat die Gruppe gezielt automatische/electronische Roulette-Anlagen ins Visier genommen.

Die Tatbeschreibung in den Gerichtsverhandlungen lautet im Kern so: Täter bohrten offenbar ein kleines Loch in die Plexiglashülle, die die Roulette-Trommel schützt, und nutzten ein dünnes Metallinstrument (z. B. Draht), um die Kugel punktgenau zu beeinflussen bzw. zeitweilig zu blockieren.

Komplizen verteilten ihre Einsätze koordiniert, um Verdacht zu vermeiden; die Manipulation soll sich über mehrere Stunden erstreckt haben. Die Videobeweise aus der Überwachung trugen wesentlich zur Aufklärung bei.

Schadenshöhe und Verlauf

Gerichtliche Angaben und lokale Berichte sprechen von einer erbeuteten Summe in der Größenordnung von rund 75’000 Schweizer Franken bei dem Coup in Lugano.

In einigen Darstellungen wird auch ein Betrag in Euro genannt, der aus Umrechnungen oder aus der kumulierten Gesamtbeute resultieren könnte. Die genaue Summe, die die Bande gestohlen hat, wurde von den Behörden bislang nicht vollständig veröffentlicht.

Internationale Dimension & Stand der Ermittlungen

Die Ermittler sprechen von einer organisierten, grenzüberschreitenden Gruppe aus georgischen Staatsangehörigen, die in mehreren europäischen Spielbanken aktiv gewesen sein soll.

Die Ticiner Behörden haben nach eigenen Angaben zahlreiche Mitglieder identifiziert und festgenommen. Der mutmaßliche Bandenchef wurde nach Medienberichten zuletzt in Armenien gefasst.

Zudem wies ein Schweizer Gericht bereits im Juli zwei Komplizen aus der Schweiz aus. Der stellvertretende Oberstaatsanwalt Moreno Capella koordiniert die Untersuchung.

Stellungnahmen zum Casino-Betrug in Lugano

Ministero pubblico & Kantonspolizei Ticino: In der offiziellen Mitteilung heißt es, der 39-Jährige befinde sich in Haft und stehe im Verdacht, zusammen mit sechs weiteren Personen an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittlungen seien „complessa e articolata“ (komplex und vielschichtig).

Die Mitteilung hebt die «wichtige Zusammenarbeit» des Casinò Lugano bei den Ermittlungen hervor. Die Ermittlungen dauern an. Die BAnde war wohl noch in weiteren Ländern Europas aktiv.

Erst im Juni hatte die deutsche Polizei nach einer Überfallserie auf Spielbanken eine Reihe Verdächtiger gefasst.

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